Das war der Tag der Industriekultur rund um Wurzen

Die Standortinitiative Wurzen e.V. beteiligte sich vom 05.09. bis zum 07.09.2014 am zum zweiten Mal stattfindenden Tag der Industriekultur. Die drei Veranstaltungen fanden Interesse, so dass insgesamt mehr als 150 Wurzener und andere diese besuchten.

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Eröffnung des Tages der Industriekultur in Wurzen:

Bahnhof Wurzen

  • 175 Jahre Fernbahn Leipzig – Dresden/175 Jahre Bahnstation Wurzen mit einer „Wäscheleinenausstellung“ zum Bahnhof und seiner Geschichte
  • Modell des Wurzener Bahnhofes, Modelleisenbahnverein Wurzen e.V.
  • Dorf der Steine Beucha (Ausstellung des Heimatvereins Beucha e.V.)

Die Ausstellungen auf dem Bahnhof sind bis zum 18. September 8.00 bis 18.00 ganztägig zu besichtigen, außerhalb der Schalteröffnungszeiten ist allerdings aus Sicherheitsgründen nur die „Wäscheleinenausstellung“ geöffnet.

35 Besucher, vor allem auch ehemalige Bahnmitarbeiter, besuchten diese Veranstaltung.

Für die Unterstützung bedanken wir uns bei Herrn Leischnig als Inhaber des Bahnhofs, Herrn Röse sen., bei den Mitgliedern des Modelleisenbahnclub Wurzen e.V., besonders bei Herrn Jacoby, beim Heimatverein Beucha, insbesondere bei Frau Süptitz und bei unserer Mitarbeiterin Frau Schnirpel, die die Wäscheleinenausstellung zusammengestellt hat.

Bereits beim Ausstellungsaufbau und dann nach der offiziellen Eröffnung zog die Ausstellung, die noch bis zum 18.09. zu sehen ist, viele Besucher an.

Hoffmann Fördertechnik Wurzen GmbH, Dresdner Straße 67

Geführte Besichtigung

06.09.2014, 10.00 und 11.30 Uhr

Die beiden Führungen, die Tom Kretzschmar im Auftrag der Firmenleitung übernommen hatte, fanden gute Resonanz, so dass bereits frühzeitig keine Plätze mehr zu Verfügung standen. Mehr asl 80 Mitarbeiter, Familienangehörige von Mitarbeitern des Unternehmens und interessierte Bürger aus Wurzen und Umgebung nutzten die Möglichkeit, sich einen Einblick in das Unternehmen zu verschaffen.

Agrargut Jung, Mühlbach OT von Wurzen, Am Mühlteich 30

Besichtigung und Vorstellung der Freyherrlich Lorenzschen Zuckerfabrik zu Mühlbach

07.09.2014

Die Zuckerfabrik ist das einzige noch bestehende Bauwerk einer Zuckerfabrik aus der Zeit zwischen 1806 und 1815 (Kontinentalsperre und  erste industrielle Fertigung von Rübenzucker wegen des Ausbleibens der Rohrzuckerlieferungen aus Südamerika).

Wahrscheinlich ist die Zuckerfabrik als erstes Bauwerk in Deutschland für die industrielle Rüben-Zuckerherstellung gebaut worden, während andere Zuckerfabriken in aufgelassenen Klostergebäuden oder ähnlichen überlieferten Bauwerken arbeiteten.

Die Einweihung der Informationstafel zur Zuckerfabrik war der diesjährige Höhepunkt des Tages der Industriekultur in Wurzen.  Das war zugleich der Startschuss für die Einrichtung der „Mitteldeutschen Zuckerroute“, die in den nächsten Monaten weitere Stationen erhalten soll und für einen von der Standortinitiative Wurzen getragenen Pfad der Industriegeschichte und –kultur in Wurzen.

35 Interessierte nahmen daran teil und konnten im Anschluss vielfältige und detaillierte Informationen zu den Hintergründen der frühen Zuckerproduktion und zur Geschichte der Fabrik von Dr. Ulrich Heß und von Dipl.-Ing. Georg Rolf Petersitzke entgegen nehmen.

Herzlicher Dank gebührt hier vor allem der Familie Jung als Inhaber des jetzigen Agrargutes.