Termine

 

28.03.17

Vorstandssitzung

 

 

 

Kontakt SiW-Büro

Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land e.V.

Frau Schnirpel
Dresdener Straße 50

04808 Wurzen

 

Tel.: 03425 854152
Fax: 03425 854153
E-Mail:

info<at>standortinitiative-wurzen.de

 

Erreichbarkeit:

Mo: 9.00 - 14.00 Uhr

Di: 9.00 - 14.00 Uhr

Mi: 9.00 - 14.00 Uhr

Vereinbarung von Terminen außerhalb der Bürozeit ist möglich.

Los geht's: Neuer Jumboreaktor nimmt in Wurzen Fahrt auf

AkzoNobel - Hersteller von Kieselsol - erweitert in der Muldenstadt seine Kapazität um 50 Prozent
Das in Dehnitz bei Wurzen ansässige Unternehmen "AkzoNobel" hat an seinem Standort einen neuen Jumboreaktor in Betrieb genommen und damit die Kapazität zur Produktion von Kieselsol um 50 Prozent erhöht.

Zur Herstellung von Kieselsol wird auch Wasserglas benötigt, was den Standort auf dem Gelände der als Wasserglasfabrik bekannten Firma PQ-Germany erklärt.
Die Wurzeln des global agierenden Herstellers von Farben, Lacken und Spezialchemikalien liegen in Schweden. Heute befindet sich der Hauptsitz des Unternehmens in Amsterdam. Zu den Gründungsvätern des Hauses gehört der bahnbrechende Chemiker und Erfinder sowie Begründer des Nobelpreises, Alfred Nobel. Weltweit beschäftigt AkzoNobel etwa 47000 Mitarbeiter in 80 Ländern. Am Standort Wurzen/Dehnitz stehen 19 Menschen in Lohn und Brot. Und auch am sächsischen Standort wurde der bereits erwähnte Jumboreaktor installiert, um die Kieselsol-Anlage zu erweitern. "Dieser Rohstoff wird aus Quarzsand seit zwanzig Jahren in Wurzen hergestellt und als wässriges Produkt von Wurzen aus per Tankwagen in viele Länder Europas geliefert. Es findet unter anderem in der Papierindustrie zur Optimierung von Herstellungsprozessen Anwendung", gab Werkleiter Herbert Mende Einblicke in das Unternehmensprofil. Firmen wie die Papierfabrik im nahen Trebsen würden demnach auch auf der Kundenliste stehen. Aber auch in Schamottesteinen für Kamine ist Kieselsol enthalten. Und die Herstellung von Katalysatoren wäre ohne diesen Stoff undenkbar. Geschäftsführer Gerd Schneeweis ergänzte, dass Kieselsol ebenso in Gel-Batterien eingesetzt wird, um diese auslaufsicher und länger haltbarer zu machen. "Vor allem Notstromversorgungen beispielsweise in Krankenhäusern sind damit ausgestattet", betonte Schneeweis.

Von Frank Schmidt

Start per Knopfdruck: Con Pomroy, Lars Anderson, Dieter von der Ruhr, Ann Lindgárde und Herbert Mende (v. l.) nehmen gemeinsam den neuen Jumboreaktor im Hintergrund in Betrieb. Foto: Frank Schmidt

Quelle: LVZ vom 27.03.2015, Seite 29