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28.03.17

Vorstandssitzung

 

 

 

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Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land e.V.

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Spannendes Informationspaket

Standortinitiative lädt zum Leipziger Tag der Industriekultur auch nach Wurzen ein

Von Frank Schmidt
Wurzen. Das erste Septemberwochenende ist wiederholt zum "Leipziger Tag der Industriekultur" ausgerufen worden

. In Wurzen hat sich die Standortinitiative (SiW) des Themas angenommen und an drei markanten Orten Ausstellungen und Führungen initiiert. "Wenn wir vom Leipziger Tag der Industriekultur sprechen, können wir die umliegenden Regionen, in unserem Fall Wurzen, nicht außen vor lassen. Und weil die Ringelnatzstadt reich an Industriekultur ist, haben wir dazu ein ganzes Paket an Informationen geschnürt", erklärte Ulrich Heß von der SiW. Allem voran der Wurzener Bahnhof, wo an der Bahnsteigkante in diesem Jahr an das Jubiläum 175 Jahre Ferneisenbahn Leipzig-Dresden erinnert worden ist. Was man bereits Anfang April medienwirksam gefeiert hatte, so glaubte Heß, sei schon wieder in Vergessenheit geraten. Deshalb wurde bereits am Freitag in der Bahnhofshalle mit einem Video-Dokumentarfilm noch einmal an das Ereignis erinnert. Und nicht nur damit, denn die Wurzener Modelleisenbahnfreunde brachten es fertig, die legendäre Saxonia noch einmal durch Wurzen fahren zu lassen. Freilich en miniature, jedoch authentisch und damit anschaulich. Zum Bild des Präsentationstages gehörte auch der geöffnete Fahrkartenschalter in der Bahnhofshalle. Was zu einer Seltenheit in vielen kleineren Bahnhöfen geworden ist, so hoffte Heß, "weckt möglicherweise bei manch einem Besucher Erinnerungen".
Dazu beitragen könnte auch die "Wäscheleine-Ausstellung", die Steffi Schnirpel zusammengestellt hat und die noch bis 18. September zu sehen ist. "Historische Post- und Ansichtskarten von Wurzen haben wir vergrößert und aufgehangen. Und bei der Auswahl haben wir uns auf markante Gebäude und Komplexe konzentriert", sagte Schnirpel.
Zur spannenden Industriekultur von Wurzen gehört die Dresdener Straße. Dort wird von der Standortinitiative besonders die Firma Hoffmann Fördertechnik hervorgehoben. Das Interesse daran war so immens, dass die begrenzte Teilnehmerzahl für zwei Führungen durch den Betrieb am Sonnabend binnen kurzer Zeit erreicht wurde. "Dieser Betrieb hat aber auch dank seiner internationalen Ausstrahlung einen besonderen Stellenwert in der mittelständischen Industrie von Wurzen", hatte Heß eine Erklärung dafür. "Außerdem hat die Firma großen Anteil an der Sanierung von Wohn- und Industriegebäuden in der Dresdener Straße, die so zu einem spannenden Industriestandort geworden ist."
Ein weiterer Höhepunkt war gestern die Enthüllung einer Informationstafel auf dem jetzigen Agrargut Jung in Mühlbach. Damit wird an die dort 1810 bis 1812 erbaute "Freyherrlich Lorenzsche Zuckerfabrik", erinnert. "Das noch heute erhaltene und zum Glück genutzte Gebäude sowie der Schornstein sind die einzigen baulichen Zeugen aus der Pionierphase der deutschen Rübenzuckerindustrie", ließ Heß aufhorchen.

 

Spannendes Denkmal: Ulrich Heß (Mitte) von der Standortinitiative
enthüllte im Beisein der Teilnehmer am Rundgang durch die
alte Zuckerfabrik eine Gedenktafel, die an den historischen
Stellenwert des Gebäudes erinnert. Foto: Andreas Röse

 

Spannende Zeitreise: Wolf-Rüdiger Jacobi (l.) erinnert mit der Saxonia
im Modell an die erste Ferneisenbahn Leipzig-Dresden. Foto: Frank Schmidt

 

Ouelle: LVZ vom 08.09.2014, Seite 26