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Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land e.V.

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Standortinitiative mahnt zu beruflicher Integration

AG Wirtschaft trifft Vertreter der Staatsministerin Petra Köpping

Reges Interesse herrschte am 07.02.2018 im Hofladen des Landgutes Nemt. Die Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land e.V. (SiW) hatte im Rahmen seiner AG Wirtschaft zum Thema „Integration von Flüchtlingen“ Unternehmer und verschiedene Akteure aus dem Themengebiet eingeladen.  Wie bei jeder Veranstaltung der AG Wirtschaft wurde als erstes die Möglichkeit geboten, einen Blick in die Molkerei des Landgutes zu werfen.

Geschäftsführer Karsten Döbelt informierte die 30 Gäste eindrucksvoll über die Herstellung vielfältiger Molkereiprodukte aus der im Landgut produzierten Milch.

Unter anderem sollte die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, den aktuellen Stand auf Landesebene präsentieren. Auf Grund der verlängerten Koalitionsverhandlungen konnte sie kurzfristig nicht teilnehmen – was den Abend nicht minder interessant werden ließ. Ihr Vertreter Herr Wendel zeigte die Entwicklung der Integrationsarbeit der letzten Jahre auf und zeichnete ein positives Bild der Integrationsbemühungen. Seit der großen Migrationsbewegung Ende 2015 hatten sich viele Stellen als Lotsen und „Kümmerer“ in Stellung gebracht, was aber teilweise zu Doppelarbeiten und Schnittstellenproblemen geführt hat. Aber innerhalb des letzten halben Jahres hat sich die Koordination der verschiedenen Akteure und Interessengruppen deutlich verbessert.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist und bleibt aus seiner Sicht, die sprachliche Kompetenz der Migranten und die Sicherheit für den Unternehmer, dass er einen potenziellen Auszubildenden oder Facharbeiter auch längerfristig halten kann, damit sich sein Aufwand auch rechnet, was Herr Dr. Lüderitz, Geschäftsführer der World Resources Company Wurzen und Vorstandsvorsitzender der SiW bestätigte. Diese Punkte wurden besonders durch die Umstellung auf die Sprachförderung von Anfang an und das so genannte 3+2-Modell deutlich verbessert.

Zweigeteilt war das Bild der Teilnehmer dennoch. Von weiterbestehenden Koordinations- und Austauschproblemen, die Oberbürgermeister Jörg Röglin anmerkte, über Problematiken rund um die finanzielle Unterstützung und arbeitsfördernde Begleitung, die Herr Dr. Altmann, Leiter des hiesigen Jobcenters ansprach, schnelleren Berufsstartmöglichkeiten, z.B. in Form des „Produktionsschulen“-Modells oder dem „Learning by Doing“-Ansatz, den Unternehmerin Gabriele Pötzsch der Leuchten Manufactur Wurzen favorisiert. Letztendlich sollen bei dem Thema auch alle an einem Strang ziehen, um Gewaltentwicklungen, Separationen oder Unzufriedenheiten auf allen Seiten zu verringern und vorzubeugen.

Die Beratung bestätigte die Annahme, dass bisher der Kontakt und die Information zwischen Migranten, ihren Betreuern und Unternehmern unzureichend entwickelt ist. Der Vorstand der Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land e.V.  hat deshalb Frau Edelmann, Arbeitsmarktmentorin der Caritas, Herrn Werner, IHK zu Leipzig und Herrn Dr. Altmann gebeten, für die Unternehmen ein Informationspapier mit den wichtigsten Fakten und Ansprechpartnern für die Integration von Migranten zu entwickeln.

Wie immer wurde zu leckeren Schnitten aus eigenen Produkten am Schluss ein intensives Gespräch zwischen Unternehmern und den anderen Teilnehmern gepflegt.

 Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land e.V.

Geschäftsführer Landgut Nemt Karsten Döbelt

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