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Azubimeile soll Jugendlichen bei Jobsuche helfen
Wurzen (db). Schulabgänger können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz jede Hilfe gebrauchen. Das wissen auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG) Innenstadt, die unter dem Dach der Standortinitiative Wurzen (SIW) agiert. Deshalb wollen die AG-Protagonisten unter Führung von Sylvio Röske, Bereichsgeschäftsführer der Barmer Ersatzkasse und Jörg Röglin, der als Teamleiter in einer Leipziger Consulting-Firma arbeitet und Mitglied des Vorstandes der Standortinitiative ist, helfen. "Es geht darum, den jungen Leuten den Übergang in das Berufsleben zu erleichtern", sagt Jörg Röglin. Gleichzeitig brauche der Standort Wurzen weitere Belebung. Unter dem Schlagwort "Wurzener Azubimeile" sollen den künftigen Berufsstartern attraktive Angebote unterbreitet werden. Dazu brauche man interessierte Händler und Gewerbetreibende, die die Wurzener Azubimeile mitgestalten.
Die Grundidee sei einfach, sagt Sylvio Röske: "Verschiedene Gewerbetreibende sowie Behörden aus Stadt und Region bieten ihre Produkte und Dienstleistungen maßgeschneidert für Ausbildungsplatzbewerber an. Die Barmer könne als Körperschaft öffentlichen Rechts beispielsweise kostenfreie Kopien von Abschlusszeugnissen offerieren, die auch Hochschulen und potenzielle Arbeitgeber akzeptieren. Fotografen, Friseure, Bekleidungsgeschäfte könnten Tipps für das richtige Outfit geben, eine Werbeagentur bei Auswahl und Gestaltung von Bewerbungsmappen helfen. Ebenso sei ein "Telefon-Knigge" angedacht, der für die richtigen Hinweise hinsichtlich Formulierung und Verhalten bei telefonischer Kontaktaufnahme durch den interessierten Bewerber mit dem potenziellen Arbeitgeber sorgt. "Nicht zuletzt wollen wir unsere Praktikumsbörse (www.standortinitiative.de) erweitern", ergänzt Jörg Röglin.
Die eigene Zielvorgabe der AG Innenstadt ist ehrgeizig. Bis zu den Oktoberferien sollen Partner aus Gewerbe und Handel für die Azubimeile gefunden, außerdem ein abzuarbeitender Laufzettel erstellt sein, der dann den Schülern in die Hand gegeben werden kann. Die Initiatoren hoffen zudem auf die Mitarbeit der Schulen, in denen die Laufzettel ausgelegt und "besprochen" werden könnten.
Die Arbeitsagentur, die nach wie vor erster Ansprechpartner für die Schulabgänger bleiben soll, ist bereits in das Projekt "Azubimeile", dass mittelfristig auch eine Internetpräsenz bekommen soll, eingeweiht und unterstützt es. Schließlich verbindet die Arbeitsgruppe Innenstadt mit der Idee die Hoffnung, auf einen Image-Gewinn Wurzens. "Die Azubimeile könnte eine positives Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Kommunen sein", so Sylvio Röske.
Leipziger Volkszeitung / Muldentaler Kreiszeitung vom 23.08.2007
erstellt: 23. 08. 2007
