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75 Jahre Bronce-Kunstwerke von Georg Wrba im Dom
1931 wurden sie gegossen, 1932 aufgestellt und eingeweiht - die uns als Wurzenern wohl vertrauten Bildwerke im Stil des späten Expressionismus. Immer wieder haben diese Kunstwerke Bewunderung und Befremden bei vielen auswärtigen und auch ausländischen Dombesuchern ausgelöst. Ich habe dies bei den vielen Domführungen sehr häufig erlebt. Eine völlig neue Ausstattung des Domes St. Marien war nach über 100 Jahren durch sehr viele Schäden an den Bänken und Betstübchen nötig geworden, Balkenköpfe im Mauerwerk waren angefault und die Orgel nur noch als fast leeres Gehäuse vorhanden, weil die Zinnpfeifen im 1. Weltkrieg eingeschmolzen worden waren.
Seit der letzten Neugestaltung etwa um 1818 musste dringend etwas geschehen. Inzwischen war eine andere Kunstauffassung modern geworden. So wurden die Kunstwerke geplant und zugleich in eine ganz andere Gestaltung des gesamten Innenraumes einbezogen. Man denke nur an die in Deutschland einmalige Art des sogenannten „Kipplehnen-Gestühles." Es sind im wörtlichen Sinn auch recht gewichtige Kunstwerke: 10 Tonnen Bronce wurden für die Bildwerke benötigt. Nun soll eine große
Wrba-Ausstellung im Dom und im alten Rathaus
stattfinden, und zwar von Anfang November 2006 bis Anfang März 2007. Die Eröffnung ist geplant für Sonnabend, dem 4. November, 10.30 Uhr. Gezeigt werden weitere Plastiken, einige Gemälde, Urkunden, Briefe und viele Aufnahmen von Arbeiten des Künstlers aus ganz Deutschland. Geplant ist in Verbindung mit der Ausstellung ein wissenschaftliches Kolloquium am 20. Januar 2007 mit Fachleuten aus Berlin, Dresden und Leipzig. Vorbereitet wird alles von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern des Wurzener Museums, der Standortinitiative Würzen, des KulturBetriebes der Stadt und des Domkapitels. Nähere Einzelheiten zu Eröffnung, Sonderveranstaltungen, Öffnungszeiten usw. werden später mitgeteilt.
Sup. i. R. Horst Schulze
erstellt: 18. 09. 2006
