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Wurzens Industrie - gestern, heute, morgen
Wurzen (db). Das wird ein Kraftakt. Er erfordere das konzertierte Zusammenwirken aller. So lauten Fazit und Einschätzung der Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG) "Wirtschaftsstandort" unter dem Dach der Standortinitiative Wurzen (SIW). Im Blick haben die Protagonisten aus dem hiesigen, städtischen Wirtschaftsleben ein neues Projekt, das noch in den Kinderschuhen steckt. Seit der Zusammenkunft der AG-Mitglieder in dieser Woche gewinnt es jedoch weiter an Konturen. Unter dem vorläufigen Arbeitstitel "Wurzens Industrie - gestern, heute, morgen" soll es 2008 eine umfangreiche Ausstellung geben.
"Unser bisheriger Zeitplan sieht vor, dass die Schau im Herbst kommenden Jahres präsentiert werden könnte", sagt Ulrich Hess. Der Vorsitzende der SIW war sich mit den Mitstreitern der AG darüber einig, dass der Schwerpunkt der Exposition auf die erweiterte Industriebranche beschränkt bleiben solle. "Gleichwohl werden selbstverständlich auch Wurzener Firmen eine Präsentationsmöglichkeit bekommen, die nicht Mitglied in der SIW sind", so Hess. Die Arbeitsgruppe einigte sich darauf, dass die Ausstellung unter dem Dach der Wenceslaikirche gezeigt werden solle. Kontakte zum Förderverein der Kirche sind bereits geknüpft. Obwohl räumlich eingeschränkt, biete das Gotteshaus auf Grund seiner zentralen Lage in Parkhausnähe nahezu ideale - zumindest weitaus bessere - besucherfreundliche Bedingungen als beispielsweise ein Objekt an der Peripherie der Stadt, hieß es. Nicht zuletzt sei die Frage des Versicherungsschutzes in der Kirche bereits geklärt. Reizvoll sei auch die grundsätzliche Qualität des Raumes und das Spannungsverhältnis, das sich zwischen dem Thema "Industrie" und Sakralbau ergebe.
Ziel der Schau ist es, die Stärken der gegenwärtigen Industrie am Standort Wurzen zu präsentieren. Vielfach seien nicht nur den Gästen der Stadt, sondern den Wurzenern selbst Qualität, Vielfalt, Aktionsradius und Erfolg der Firmen nicht bekannt. Untersetzt werden soll diese Zielvorgabe durch historische und aktuelle Fotos, Gegenstände und Produkte. Im Visier haben die Ausstellungsmacher insbesondere auch die jungen Leute. "Wir wollen Schülern Entscheidungshilfen bei der Berufswahl geben", nennt Ulrich Hess ein weiteres Ziel der Schau. Im Rahmen von wechselnden Tagen der offenen Tür innerhalb der Expo könnten sich die Unternehmen mit gesonderten Angeboten an Schülerinnen und Schüler wenden.
Präzisiert werde das Ausstellungskonzept bis Mai durch Ulrich Hess. Auf dessen Grundlage würden dann "Nägel mit Köpfen gemacht". Das betreffe auch die Finanzierung, die bislang noch unklar ist, ebenso wie die Art des Stell- und Präsentationssystems. Im Zusammenhang mit der Betreuung der Ausstellung ist an eine Kooperation mit dem Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung (BGA) über Ein-Euro-Jobber gedacht. Am 17. April werde die SIW-Mitgliederversammlung endgültig über die Ausstellungsprojekte entscheiden.
Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2007
erstellt: 22. 03. 2007
