Wurzener Industrie steht auf Nachwuchs

 Wurzener Industrie steht auf Nachwuchs

Wurzen. Unsere Schüler wissen zu wenig über die Betriebe in der Region, über Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort. Das sollte sich ändern. Ein Gremium, bestehend aus Vertretern von Wurzener Schulen und Betrieben traf sich deshalb am Donnerstag in der Aula des Lichtwer-Gymnasiums.
"Die ersten Kontakte haben Schüler meist mit dem Praktikum, das in den neunten und zehnten Klassen Bestandteil des Lehrplanes ist." Wolfgang Gloger, Vertreter des Elternkreises Wurzen, der zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte, wies als Moderator des Abends darauf hin, dass es auch hier Optimierungsmöglichkeiten gibt. Eine Praktikumsbörse, in der Unternehmen ihre Plätze samt Anforderungen an den Schüler anbieten, wäre denkbar. Praktika seien meist der erste Kontakt, den der Schüler mit beruflicher Arbeit hat und präge Interessen. Hier gelte es anzusetzen, um Nachwuchs für die heimische Industrie unter Schülern der Region zu finden.

Gerade in den Fachrichtungen Metallbau, Holz und Chemie gäbe es zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten. Nur seien die Berufsbilder und die Anforderungen an die Schüler zu unbekannt. Mögliche Firmenpräsentationen im Unterricht, in denen vorrangig dargestellt wird, was Unternehmen an Nachwuchskräften benötigen, wurden debattiert. Zudem sicherten die Schulen zu, über eine Abstimmung der Praktikumszeiten nachzudenken, damit es weniger Überschneidungen gibt.

Auch in einer Arbeitsgemeinschaft "Junge Techniker" - das habe die Hoffmann Fördertechnik schon vorgeschlagen - könnten Wurzener Betriebe Schüler unter ihre Fittiche nehmen. Rosemarie Korte von Emde Metallbau und Eberhard Lüderitz, Geschäftsführer der World Resources Company (WRC) standen der Aussicht auf engere Verbindungen zwischen Schulen und Firmen aufgeschlossen gegenüber. Ebenso sagte die GEA Klima- und Filtertechnik bereits zu, das zu unterstützen.

ch

Leipziger Volkszeitung vom 11. November 2004



erstellt: 11. 11. 2004