Pro A 16: Industriestandort Wurzen und A 16

Pro A 16: Industriestandort Wurzen und A 16

Informationen zur Bedeutung des Autobahnbaus für den Industriestandort Wurzen

Wir fordern - wie bereits in der Stellungnahme der AG Wirtschaftstandort vom 8. Juli 2003 ausgeführt - die Aufnahme der A 16 in den Bundesverkehrswegeplan. Wurzens Industrie ist bereits stark auf dem osteuropäischen Markt präsent. Die in die Region östlich des Mitteldeutschen Ballungsraumes eingebundene Industrie bedarf der A 16 im besonderen Maße, um den Widerspruch zwischen der Leistungsstärke und der strukturellen Benachteiligung durch ungünstige Verkehrsverbindung auflösen zu können. Der Transportbedarf einiger Wurzener Unternehmen ist so umfangreich, dass die Kosten von den Verkehrsbedingungen negativ beeinflusst werden.
Ein großer Teil der Unternehmen Wurzens sind am nördlichen Rand der Stadt untergebracht; die Anbindung ihrer Standorte über die A 16 an die West-Ostverbindungen und über die A 38 an den Leipziger Autobahnring bringt für diese Betriebe wettbewerbsmäßig vergleichbare Bedingungen mit anderen industriellen Standorten des Leipzig-Hallenser Ballungsraumes. Einige Beispiele für den Transportbedarf von Unternehmen:

? Wurzener Nahrungsmittel GmbH:
Das Unternehmen fertigt bereits heute im Durchschnitt zwischen 40 und 45 Lkw-Züge ab, darunter auch bedeutende Exporte noch Osteuropa über die polnische Grenze. Die Tendenz dieses Transportvolumens ist steigend. Die Einbindung Wurzens und damit des Unternehmens in eine A 16 bringt enorme logistische Vorteile durch die bessere Verbindung in den Cottbuser Raum und den Raum östlich von Berlin, nach Polen und das Baltikum sowohl hinsichtlich der Rohstofflieferungen als auch hinsichtlich des Absatzes.Vorhandene und in Vorbereitung befindliche Lager- und Umschlagsstandorte der Getreide AG (Seehafen Stettin) eröffnen neue Chancen für Import und Export für Getreide, Ölsaaten und Düngemittel durch eine effiziente Logistik.


? PQ Germany GmbH und Akzo Nobel Chemicals GmbH:
Gegenwärtig werden durchschnittlich 47 LKW pro Tag empfangen oder abgefertigt mit einem täglichen Transportvolumen von 1015 t; perspektivisch werden 72 LKW/Tag mit durchschnittlich 1 540 t erwartet.


? Sächsische Quarzporphyr-Werke GmbH Röcknitz:
In den zwei im Wurzener Raum liegenden Steinbrüchen werden jährlich ca. 1,5 Mill. t Naturstein abgebaut. Der Bau der A 16 tangiert den Produktionsstandort unmittelbar und könnte zu einer wesentlichen Entlastung vor allem in Richtung Leipzig führen. Nach Erwartung des Unternehmens führt dies zu Kostenersparnis, zur Beschleunigung wirtschaftlicher Entwicklung und zur Entlastung der von den Massentransporten betroffenen Einwohner.
<P align=left>? Barlo Plastics Nischwitz:
Rohstofflieferungen und Lieferungen der Fertigprodukte erfolgen gleichermaßen mit dem LKW; (ca. 12 000 t Rohstoffe im Jahr); eine Anbindung an die A 16 würde zu wesentlicher Beschleunigung und zur Entlastungen der Zubringerstraßen führen. Da der Ausbau längerfristig geplant ist, wird sich das Transportaufkommen weiter erhöhen. Das Unternehmen ist gleichzeitig das logistische Zentrum der Firmengruppe für den skandinavischen Raum, für Ost- sowie Süd- und Südosteuropa.

Wurzen, den 19.09.2003
i.A. Dr. Ulrich Heß
Vorsitzender der Standortinitiative Wurzen e.V.



erstellt: 19. 09. 2003