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Schloss Wurzen
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Berufsschulzentrum
Fachleute erörtern Zukunft grüner Berufe
Wurzen (mat). Trägheit muss sich Wurzens Berufsschule nicht gerade vorwerfen lassen. Erst gestern lud das Berufliche Schulzentrum (BSZ) zum Tag der offenen Tür, morgen würdigt die Schule den Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages mit einem Deutsch-Französischen Tag. Und am 13. Februar dreht sich dann alles um die grünen Berufe. Das BSZ genießt sachsenweit einen guten Ruf als Kompetenzzentrum für die Ausbildung in diesem Bereich, jetzt wollen die Lehrkräfte der Einrichtung mit Fachkollegen ins Gespräch kommen. Vertreter von Berufs- und Fachschulen aus Döbeln, Dresden und Neumarkt in der Oberpfalz sowie Lehrer von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden wollen zum Thema "Ökologische Produktion und Vermarktung im Gartenbau und in der Landwirtschaft" diskutieren und Gedanken austauschen. Eine zentrale Frage wird dabei lauten, wie es gelingen kann, "die Grundsätze des ökologischen Wirtschaftens in allen Bereichen der agrarwirtschaftlichen Produktion und Weiterverarbeitung zu verwirklichen und damit langfristig das Vertrauen der Verbraucher zu erlangen" und gleichzeitig die natürliche Umwelt zu erhalten.
Gerade als Ausbildungsstätte für die "grünen Berufe" komme dem BSZ eine Schlüsselstellung zu, wenn es um die Vermittlung von Kenntnissen in diesen für die gesamte Gesellschaft wichtigen Fragen geht, geht aus einem Schreiben der Berufsschule hervor. Schließlich fänden sich "Gartenbau, Floristik und Landwirtschaft sowie Tierproduktion und andere Berufsgruppen der Agrarwirtschaft in der ökologischen Kreislaufproduktion wieder, die von der Rohstoffproduktion bis zum Vertrieb reicht." Bei der Konferenz sollen unter anderem "Chancen und Ziele der Unterrichtsgestaltung" diskutiert werden. Zielsetzung ist es dabei, fachübergreifend Wissen zu vermitteln, das es den angehenden Land- oder Tierwirten ermöglicht, die Balance zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und maßgeblichen Belangen des Umweltschutzes zu halten.
Ökologische Produktionsrichtlinien sollen zum Inhalt des Unterrichts gemacht und praktikabel vermittelt werden. Dies soll einerseits das Interesse der Auszubildenden und andererseits die "Einsicht für eine nachhaltige und ökologische Produktion und Weiterverarbeitung der Erzeugnisse" wecken. Dazu werden Erfahrungen aus beruflicher Erstausbildung sowie weiterführenden Bildungseinrichtungen verglichen, kündigten die Organisatoren des BSZ an. Für den Nachmittag sind zudem Besuche und Besichtigungen bei einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb vorgesehen.
Leipziger Volkszeitung vom 25.01.2012
erstellt: 26. 01. 2012
