Grün für das Firmengelände

Grün für das Firmengelände

Berufliches Schulzentrum und Wurzener Nahrungsmittel kooperieren

Wurzen (hei). Zwischen dem Beruflichen Schulzentrum (BSZ) in Wurzen und der Wurzener Nahrungsmittel GmbH ist eine Partnerschaft entstanden. Die Auszubildenden des BSZ sind regelmäßige Gäste bei dem Traditionsunternehmen. Es geht bei der Zusammenarbeit allerdings nicht um Nahrungsmittel: Es geht um Gehölze.

Ausgangspunkt für die Kooperation war ein Wunsch, mit dem die Fachlehrerinnen Antje Anders und Annette Beginski an Schulleiter Eckhard Harnisch herantraten. Die beiden Pädagoginnen unterrichten im Fachbereich Gartenbau/Floristik. Sie hatten das Problem, die Theorie auch in die Praxis umzusetzen. Es sei etwas anderes, ob man über einen Baum rede oder ob man ihn pflanze und pflege. Für die Praxis allerdings fehlte der Schule ein passendes Gelände. "Bei uns an der Schule gibt es das nicht", so Harnisch. "Wir benötigen dafür eine Fläche, die nah an der Schule liegt und die nicht gepflastert ist."

Diese Voraussetzungen erkannte er auf dem Betriebsgelände der Nahrungsmittel-Gesellschaft. Und bei den Branchentagen der Volkshochschule im vergangenen Jahr nutzte er die Gelegenheit: Es gab den ersten Kontakt in der Angelegenheit mit Kerstin Winzek, Geschäftsführerin des Unternehmens. Inzwischen wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Die beiden unterschrieben eine Vereinbarung und die Auszubildenden des BSZ durften sich jetzt auf dem Gelände austoben. Mehr als hundert Gehölze, entsprechend der sächsischen Pflanzenliste, wurden in den Boden gesetzt. Für die Schülerinnen und Schüler besteht die Praxis nicht nur im Bestimmen der Arten, sie kümmern sich zum Beispiel auch um den richtigen Pflegeschnitt und die Bodenbearbeitung. Dass die Pflanzungen entlang des Zaunes am Mühlgraben entstanden, hat einen Grund. "Wir wollten, dass auch Spaziergänger etwas davon haben", so Winzek. An den Bäumen werde eine Beschilderung mit den Namen angebracht, die auch von außen lesbar sei. "Die werden allerdings abgenommen, wenn unsere Auszubildenden ihre Kenntnisse beweisen müssen", ergänzt Harnisch, "sie müssen die deutschen und lateinischen Namen auch ohne Schilder kennen."

Leipziger Volkszeitung vom 8.11.2011



erstellt: 09. 11. 2011