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St. Wenceslai
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Begehrtes Know-how aus Wurzen
World Resources Company bewirbt sich für den diesjährigen Wirtschaftspreis des Landkreises
Wurzen. Mit der World Resources Company (WRC) hat nun auch eines der größeren mittelständischen Unternehmen der Region seinen Hut in den Ring der Bewerbung um den diesjährigen Wirtschaftspreis des Landkreises Leipzig geworfen. Geschäftsführer Eberhard Lüderitz nimmt Stellung zu Unternehmen und Bewerbung.
Diese Bewerbung, sagt Lüderitz, verstehe sich zuvörderst als Geste gegenüber den Mitarbeitern des Betriebes, die mit ihrer Professionalität und ihrem Engagement den Erfolg der WRC in den zurückliegenden Jahren ermöglicht haben. Und der Erfolg lässt sich schon ganz einfach an den Beschäftigungszahlen ablesen: "Wir sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen", so Lüderitz. Als das Unternehmen 1998 nach Wurzen kam, habe man etwa ein Dutzend Beschäftigte gehabt. "Heute sind es 67 Mitarbeiter."
Dieses Wachstum kommt nicht von ungefähr. Bei WRC werden Reststoffe aus der oberflächenbearbeitenden Industrie aufbereitet. Dies können Lüderitz zufolge Flüssigkeiten, Schlämme oder Stäube sein. Gemeinsam ist all diesen Substanzen, dass sie noch wertvolle Metalle enthalten. Und genau diese Metalle - Gold, Nickel, Kupfer und andere - werden im Zuge aufwändiger technischer Verfahren wiedergewonnen. Am Ende des Recyclingverfahrens steht ein Granulat, das als Rohstoff an Metallhütten verkauft und dergestalt dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt wird. "Ein Geschäftsmodell mit Zukunft", sagt Lüderitz selbstbewusst. Der Rohstoffhunger der Märkte und das zunehmende Umweltbewusstsein machen die Wiederaufbereitung von Ressourcen nicht nur profitabel - sie ist auch gesellschaftlich anerkannt. Die Grundstoffe für das Recycling in Wurzen kommen aus aller Welt. "Zum Teil sogar aus China", wie Lüderitz verrät. Das weltweit anerkannte Know-how zahlt sich aus. Die Wurzener WRC erwirtschaftet mit ihren Mitarbeitern zweistellige Millionenumsätze.
Der Grundstock für das Engagement des amerikanischen Mutterkonzerns in Europa wurde Mitte der 90er Jahre gelegt. Schon damals war Lüderitz dabei. Nach der Planungsphase ging der gebürtige Frankfurter 1996 mit nach Leipzig, zwei Jahre später nach Wurzen. Den Ausschlag für Wurzen als Unternehmensstandort gab übrigens das Gelände des Motorenwerkes. "Wir suchten ein Grundstück mit gebrauchter Immobilie und Gleisanschluss - aber ohne Altlasten." Das nie fertiggestellte Betriebsgelände des neuen Motorenwerks erwies sich als ideal. Die zentrale Lage in Mitteldeutschland soll den Weg nach Osteuropa und damit zu neuen Märkten sichern.
Bereut hat das Unternehmen seine Entscheidung nie. "Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt", sagt Lüderitz. "Und wir sind weiter auf Wachstumskurs. Für das kommende Jahr plant WRC weitere Investitionen am Standort Wurzen. Markus Tiedke
Leipziger Volkszeitung vom 7. Oktober 2011
erstellt: 11. 10. 2011
