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St. Wenceslai
Aktuelles
Benefizkonzert bringt 3000 Euro für Japan
Lichtwer-Gymnasiasten landen vollen Erfolg
Wurzen. Was für ein Ergebnis! Bei ihrem Benefizkonzert zugunsten der Katastrophenopfer in Japan haben Schüler und Lehrer des Lichtwer-Gymnasiums fast 3000 Euro zusammengebracht. Das Geld wird in den nächsten Tagen der japanischen Botschaft überwiesen und soll dann Notleidenden in der Unglücksregion Fukushima zugute kommen.
Bereits im Frühjahr hatten die Wurzener Gymnasiasten eine Spendenaktion initiiert und erfolgreich durchgezogen. Gut 1200 Euro lagen damals im Topf, gespendet von Familienangehörigen, Lehrern - und vor allem den Schülern selbst. Nach diesem ersten Erfolg hatten sich die Macher an der Schule denn auch die Frage gestellt, ob das stolze Ergebnis noch einmal erreicht werden würde. Diese Besorgnis erwies sich als unbegründet. Gestern zeigte das Spendenbarometer 2955,23 Euro. Ziel erreicht, Ziel übertroffen!
Entsprechend frohgemut äußerte sich gestern Sabine Friedrich, die Fachleiterin für den naturwissenschaftlichen und musischen Bereich: "Auf dieses Ergebnis können die Schüler zu Recht stolz sein." Mit fast 3000 Euro habe man auch bei den optimistischsten Schätzungen nicht gerechnet. Umso gelöster sei die Stimmung nach der "Auszählung" gewesen.
Allerdings habe sich bereits im Laufe des Freitagabends abgezeichnet, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg werden würde. "Der Abend war einfach sehr gut besucht und unter den Gästen waren auch viele Leute, die man sonst nicht zu sehen bekommt", sagt Friedrich. Heißt im Klartext: Mit ihren Aufrufen und Appellen - nicht zuletzt im privaten Umfeld - ist es den Schülern gelungen, massiv zu mobilisieren.
Das Übrige bewirkten dann die zahlreichen Darbietungen auf dem Schulgelände, deren Höhepunkt das Benefizkonzert in der Aula war. Dafür hatten Lehrer und Schüler schon Wochen im Voraus gemeinsam geübt, um ein fesselndes und anspruchsvolles Programm bieten zu können. Zuvor hatte auch die Schülerband "Eastwing" ihren Beitrag geleistet. Im Hof und im Foyer zeigten Jugendliche zudem bei Tanz, Gesang und Akrobatik ihr Können, um zu Spenden zu animieren.
Als weitere "Einnahmequellen" für den guten Zweck erwiesen sich eine Tombola, der Ausschank und der Verkauf selbst zubereiteter Speisen - an dem sich übrigens auch die Lehrer beteiligt hatten. Außerdem wurden den Besuchern Arbeiten aus dem Kunstunterricht und den Ganztageskursen angeboten. Schließlich schoss die Firma Bonnfinanz noch 600 Euro zu.
Nach dem Eintrudeln der letzten Spendenbeträge zu Beginn der Woche ist das Geld nach Angaben Friedrichs mittlerweile auf ein Konto des Fördervereins des Gymnasiums überwiesen worden. Wie bei der ersten Spendenaktion wird es zunächst an die japanische Botschaft geschickt und von dort ans Japanische Rote Kreuz weitergeleitet. So werden Verwaltungskosten vermieden. Markus Tiedke
Leipziger Volkszeitung vom 24.6.2011
erstellt: 30. 06. 2011
