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St. Wenceslai
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Fröhliches Flanieren in alten Gassen
Voller Erfolg: 5. Wurzener Nachtshopping bringt Massen auf die Beine
Wurzen. Das 5. Wurzener Nachtshopping am Freitagabend war ein voller Erfolg. Scharen flanierten bis 22 Uhr zwischen Crostigall und Martin-Luther-Straße durch die Innenstadt, schauten sich in den Geschäften um, hörten den Wurzener Stadtmusikanten zu, trafen Bekannte und ließen sich auf kleine Gaumenfreuden aller Schattierungen ein. Sie genossen orientalisches Flair aus 1001 Nacht, auf das sich die Händler mit einem Feuerwerk guter Ideen und viel Humor eingelassen hatten.
"Was ist eigentlich Muschepuhpuh?" Mit dieser Frage und anderen weltbewegenden Erkenntnissen, frech auf quietschbunte Kuriertaschen gedruckt, lockte Pekasus in der Wenceslaigasse Neugierige in seine Gefilde. Mitarbeiterin Elen Genedl freute sich, dass die witzige Idee sofort ihre Fans fand.
An der Peripherie des quirlig bunten Treibens sah sich Christina Kaßner am Crostigall bei Wohnart um. "Ich wollte hier schon immer mal reinschauen", bekannte die Bennewitzerin. "Wenn ich mal wieder ein Geschenk brauche, weiß ich jetzt, wo ich hingehen kann."Auf dem Markt ließ sich Ferry Braun ein Kirschglühbier schmecken. "Sonst ist ja Wurzen halb tot, aber heute trifft sich hier alles", freute sich der junge Mann über Leben in den Geschäften. Auch Anne Köppe, Doreen Colditz und Marianne Weinhold waren angetan von exotischem Flair in Altstadtgassen und Alpakas auf dem Jacobsplatz. "Sonst werden in Wurzen die Bordsteine hochgeklappt, aber heute ist echt was los", zeigten sich die drei Freundinnen angetan. "Tolle Stimmung, man kann Bekannte treffen, es sieht hier fast so aus wie auf Berliner Straßen", war auch Stefanie Berndt, auf kurzer Visite in der Heimat, von der lebendigen Atmosphäre beim Nachtshopping angenehm überrascht.
"Großartig, was sich die Geschäftsleute alles einfallen lassen", war auch Tino Bittmann fasziniert, der in der Jacobsgasse langsam Wurzeln schlug, weil sich Sohnemann Luca und seine Mutti Anja nicht vom kleinen Muck als orientalischem Märchenerzähler losreißen konnten. "Läuft super. Das Nachtshopping wird gut angenommen. Die Leute freut das. Dann ist auch der Markt voll. Ich mache auf jeden Fall weiter mit", stellte Holger Kühne zufrieden fest. An seinem mittelalterlich angehauchten Ausschank hatte er zum ersten Mal neun neue Heizpilze im Einsatz, die von außen wohlige Wärme verbreiteten. "Toll, dass sich so viele Händler beteiligen und in der Innnenstadt eine total lockere und fröhliche Stimmung herrscht", resümierte bei einem Glas Sekt in der Modeboutique am Jacobsplatz Ulrich Heß von der Wurzener Standortinitiative, die das Unternehmen zur Belebung der Innenstadt mit angeregt hatte. Ingrid Leps
Foto: Andreas Röse
Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2011
erstellt: 21. 03. 2011
