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St. Wenceslai
Aktuelles
Neue Servicestelle beim NDK eingerichtet
Beraterin soll Initiativen bei ihrer Arbeit für Toleranz und kulturelle Vielfalt unterstützen
Wurzen. Seit dem ersten Februar beherbergt das Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK) am Domplatz 5 eine neue Servicestelle. Betreut und beraten werden hier Initiativen, die sich für Toleranz und gegen Rassismus im Alltag engagieren. Ihre Ansprechpartnerin ist Martina Glass.
"Im Kern geht es darum, Vereinigungen zu unterstützen, die sich im Sinne einer aktiven Bürgerschaft um Offenheit und eine kulturelle Vielfalt im Zusammenleben einsetzen", sagt Glass. Die Basis des neuen Angebots bildet dabei der Lokale Aktionsplan (LAP), der im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" aufgelegt wurde. Der Vorläufer des aktuellen LAP hatte sich noch auf den Altkreis Muldental bezogen, in der Neufassung wurde jetzt die Ausdehnung des Landkreises Leipzig berücksichtigt, erklärt Glass.
Bei der Auswertung der Ergebnisse des abgelaufenen Förderzeitraums wurde im Begleitausschuss des Landkreises - einem Gremium, das sich aus allen Teilen der Zivilgesellschaft und Vertretern verschiedener Behörden zusammensetzt - festgestellt, dass eine beratende Stelle erforderlich ist, um Vereinen und Initiativen Wege aufzuzeigen, um an die erforderlichen Mittel aus Förderprogrammen zu gelangen. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde die Stelle beim NDK eingerichtet.
"Wir wollen eine gute und vor allem nachhaltige Arbeit sicherstellen", so Glass. "Der Weg dahin führt über einen internen Reflexionsprozess." Konkret bedeutet das, dass Vertreter von Initiativen, die sich aktiv gegen fremdenfeindliche und rassistische Tendenzen einsetzen und dazu Fördermittel beantragen wollen, bei Glass vorbeikommen. Und zwar mit detaillierten Konzepten, wie diese Arbeit gestaltet werden soll. "Dann werden wir gemeinsam über die Projekte schauen und ich kann Hinweise dazu geben, an welcher Stelle das Konzept möglicherweise noch einmal überarbeitet werden muss."
Die notwendige Erfahrung dafür hat Glass seit 2004 bei der Arbeit für verschiedene Träger gesammelt. Seit 2008 war die 32-Jährige zudem in der Koordinierungsstelle des Netzwerkes Tolerantes Sachsen aktiv und arbeitet seit dem vergangenen Jahr fürs NDK. Interessenten können Glass übers Internet kontaktieren und einen Termin vereinbaren, denn im Rahmen ihres Jobs ist sie viel unterwegs. Aber auch die Kollegen im Büro geben gern Auskunft bei Fragen. Markus Tiedke
Kontakt über NDK Tel.: 03425/85 27 10 oder Mail: martina.glass@ndk-muldental.de
Leipziger Volkszeitung vom 16.2.2011
erstellt: 16. 02. 2011
