„Was kann Stadtmarketing? Ideen, Chancen, Erfahrungen“

„Was kann Stadtmarketing? Ideen, Chancen, Erfahrungen“

... unter diesem Motto tagte am 25. Januar 2011 der Landesverbandes Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing e. V. in der IHK zu Leipzig. Vertreter von Stadt- und Citymarketing sowie der Kommunen aus allen drei Bundesländern Mitteldeutschlands tauschten Ihre Erfahrungen zu Aufgaben, Zielen und Wirkungsweise von Stadtmarketing aus.

Auch aus anderen Bundesländern kamen Vertreter der Städte wie Münster und Oranienburg zu Wort und präsentieren ihre Erfahrungen. Einigkeit herrschte in der Auffassung, dass Stadtmarketing keine „Sprintdisziplin" ist, sondern auf „Langstreckenlauf" abzielt. In der Vergangenheit wurde allzu oft auf Fördermittel in bezug auf die Finanzierung von Stadtmarketingstellen gesetzt. Mit Ende der Finanzspritzen endete auch das Stadtmarketing - meist nach 2 bis 3 Jahren. Dabei steckt genau in der Transformation von Stadtmarketing in eine langfristig wirkende und handelnde Einheit die größte Herausforderung, die viele Städte bewältigen müssen. „Stadtmarketing ist nicht irgendwer" sagte Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing. „Stadtmarketing sind alle, die an der Gestaltung und Entwicklung von Städten und Gemeinden mitwirken." Stadtmarketing stellte sie dabei nicht als Instrument an, um Schaufensterwettbewerbe und Bratwurststände auf Stadtfesten zu organisieren. Es bedeute kooperative Stadtentwicklung, die Moderation von Kommunikationsprozessen der verschiedenen Stadtakteure, um Alleinstellungsmerkmale für die Stadt aufzubauen und langfristig zu sichern.

Für Wurzen stand die Koordinatorin Stadtmarketing, Frau Katrin Hussock, Rede und Antwort in einer Diskussionsrunde, die sich der praktischen Umsetzung von Stadtmarketing in den Städten Delitzsch, Markranstädt und Wurzen widmete. Die verschiedenen Organisationsformen und der unterschiedliche Ansatz, den die Städte verfolgen, zeigten exemplarisch auf, wie vielfältig Stadtmarketing personell und organisatorisch in der Region umgesetzt wird. Vom Einsatz einer Innenstadtkoordinatorin über stadtplanerische Ansätze und Wirtschaftsförderer bis hin zum externen Beratern wurden Ansätze vorgestellt. Der sich anschließende Erfahrungsaustausch machte deutlich, dass es ein Patentrezept für Stadtmarketing nicht gibt, wohl aber Erfolgsfaktoren. Viele ostdeutsche(Klein-) Städte stehen erst am Anfang von Stadtmarketingprozessen. Einige habe die Chance von professionellem Stadtmarketing erkannt, wobei jede Stadt ihren eigenen Weg geht, Stadtmarketing zu leben und zu entwickeln. Es stand daher längst nicht mehr die Frage im Raum, OB man Stadtmarketing betreibt sondern WIE?!

Das Wurzener Stadtmarketing mit den Themenschwerpunkten Alleinstellungsmerkmal als Ringelnatzstadt und Belebung der Innenstadt ist gut gestartet. Jetzt geht es um die Kooperation aller Partner, um diese weiter auszubauen und langfristig zu sichern.

Katrin Hussock, Stadtmarketingkoordinatorin



erstellt: 31. 01. 2011