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St. Wenceslai
Aktuelles
Stolz und erhobenen Hauptes
Ausstellung zu Wurzens Industrie in der Marktwirtschaft öffnet morgen in WarsteinWurzen. Die erfolgreiche Industrieausstellung der Standortinitiative Wurzen wird ab morgen in der Partnerstadt Warstein gezeigt. Zur Präsentation reist eine Wurzener Delegation eigens nach Nordrhein-Westfalen - auch um die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen.
Bei seinem Antrittsbesuch in Warstein im vergangenen Jahr hatte Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) eine Bitte der Standortinitiative im Gepäck. "Wir hatten ihn gebeten, das Interesse der Warsteiner an der Ausstellung zu eruieren", sagt der Chef der Vereinigung, Ulrich Heß. Mit Erfolg: "Das Interesse war groß und es wurde beschlossen, die Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zu eröffnen."
Morgen ist es so weit. In den Räumen der lokalen Sparkasse werden die 37 Tafeln präsentiert. Auf ihnen wird vorrangig die Geschichte von 16 Wurzener Unternehmen nach der Wende dargestellt. Titel: "1990 - 2010. Die Industrie Wurzens in der Marktwirtschaft". Heß und seine Mitstreiter hoffen, damit auch manches Vorurteil abbauen und eine andere, wichtige Seite Wurzens zeigen zu können.
"Mit dem Schlagwort des wirtschaftlichen Niedergangs unserer Region kann ich nicht viel anfangen. Richtiger wäre es, von einer Umstrukturierung zu sprechen", so Heß. Zwar hätten viele der Großbetriebe seit der Wende massenhaft Personal entlassen. Dies sei indes eher Folge eines notwendigen Restrukturierungsprozesses gewesen. "Heute wird mit zehn Prozent der Belegschaft der gleiche Ausstoß erzeugt. Die Produktivität ist enorm gestiegen." Solche Erfahrungen hätten die Betriebe im Westen schon Jahre zuvor gemacht.
Wurzen und Umgebung böten heute rund 8000 industrielle Arbeitsplätze. Fazit: "Wir haben Grund, stolz und erhobenen Hauptes nach Warstein zu fahren." Unter den Wurzener Vertretern wird neben Bürgermeister Gerald Lehne auch der Geschäftsführer von WRC, Eberhard Lüderitz, sein. Möglicherweise gelinge es, intensivere Beziehungen unter den Wirtschaftsbetrieben beider Städte zu entfalten, hofft Heß.
Nach Ausstellungen in Chemnitz und Borna dürfte Warstein die letzte Station für die Exposition werden. Möglicherweise würden aber Teile davon noch im nächsten Jahr zur 1050-Jahrfeier gezeigt, sagt Heß.
Markus Tiedke
Leipziger Volkszeitung vom 7.10.2010
Ulrich Heß: Wir haben Grund, stolz und erhobenen Hauptes nach Warstein zu fahren.
Westfalenpost vom 07.10.2010

Warsteiner Anzeiger vom 07.10.2010

erstellt: 08. 10. 2010
