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Aktuelles
Gnadenfrist bis Ende des Jahres, dann sperrt GEA-Werk endgültig zu
GASPOLTSHOFEN. Jetzt ist es offiziell: Mit 31. Dezember 2010 wird das Werk der GEA Klimatechnik ProduktionsgmbH am Standort Gaspoltshofen geschlossen. Ab etwa Mitte des Jahres verlegt der Konzern die Produktion Schritt für Schritt nach Deutschland. 165 Mitarbeiter sind betroffen.
Der Schock in der Marktgemeinde sitzt noch immer tief. Gaspoltshofen ohne das GEA-Werk ist eigentlich nicht vorstellbar, wird aber bald Realität sein. Denn ab Juli müssen die ersten Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze räumen, wenn die Produktionsmaschinen und diverse Anlagen nach Wurzen in Ostdeutschland verlegt werden.
Zu Beginn dieses Jahres kündigte die Leitung des weltweit tätigen Konzerns an, die bisher rund 300 operativen Gesellschaften auf 150 zusammenzufassen. Betriebsrat und Mitarbeiter wurden durch diese Neustruktur von oberster Stelle praktisch kalt erwischt und in einer Mitarbeiterversammlung kurz und knapp vom Aus des Standortes informiert.
Seit rund drei Monaten wird nun ein Sozialplan für die etwa 165 Mitarbeiter verhandelt. Über das vorläufige Ergebnis hüllt sich die Konzernzentrale, die ihren Sitz in Bochum hat, in Schweigen. „Es werden keine Details dazu bekanntgegeben", sagt ein Unternehmenssprecher. Auch der Betriebsrat darf keine Auskünfte erteilen.
220.000 Euro Steuern weg
Für die Marktgemeinde bedeutet die Einstellung der Produktion empfindliche Einbußen bei der Kommunalsteuer. Mit rund 220.000 Euro trug die GEA Klimatechnik ProduktionsgmbH rund ein Fünftel zur gesamten Kommunalsteuer bei. Bürgermeister Wolfgang Klinger befürchtet durch den Wegfall der Arbeitsplätze im Ort zusätzlich einen starken Kaufkraftabfluss durch künftige Auspendler.
Vorläufig nicht betroffen von der Schließung ist die GEA-Klimatechnik Vertriebs GmbH, mit aktuell rund 100 Mitarbeitern.
erstellt: 12. 05. 2010
