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Rechtsextreme treffen sich zu Kundgebung
Massive Polizeipräsenz am Volkstrauertag in Wurzen
Wurzen (sp). Ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften begleitete gestern die angekündigte Veranstaltung von Rechtsextremen in Wurzen. Laut Polizeiangaben beteiligten sich rund 140 dem rechten Spektrum zuzuordnende Teilnehmer an der von der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten angemeldeten Veranstaltung. Andere Augenzeugen sprachen von etwa 200 Teilnehmern. Die Wurzener Bevölkerung nahm so gut wie keinerlei Notiz von dem Geschehen.
Das Landratsamt hatte unter Auflagen eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal auf dem Alten Friedhof genehmigt. Im Gegensatz zum Vorjahr, wo rechte Marschierer unangekündigt mit Fackeln und Trommelwirbel durch Wurzen gezogen waren, hatten die Behörden in diesem Jahr ähnliches untersagt. „Gegen die Auflagen wurden auch keine Verstöße festgestellt. Es kam zu keinerlei Vorkommnissen", wie Polizeisprecherin Ilka Peter am Abend erklärte.
Die Rechten, vorwiegend junge Männer, hatten sich mit Grablichtern in der Hand in der Nähe des Bahnhofs versammelt. In Reden wurden die gefallenen Soldaten als Helden glorifiziert.
Am Nachmittag hatte an gleicher Stelle eine offizielle Gedenkveranstaltung von Stadt, Kirche und Standortinitiative mit etwa 60 Teilnehmern stattgefunden.
LVZ/Muldentalzeitung vom 16.11.2009, S. 17 und 19
erstellt: 19. 11. 2009
