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Ringelnatzbrunnen
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Tester geben Ostprodukten Bestnoten
Von Katrin Saft
Alle DDR-Klassiker aus Sachsen schneiden in einem Test mit „sehr gut" ab. Nudossi & Co. sind oft besser als Westprodukte.
Sächsische Produkte mit "Sehr Gut"
Dresden. 20 Jahre nach dem Mauerfall sind in den Supermärkten nur noch wenige beliebte DDR-Marken zu finden. Die Zeitschrift „Ökotest" hat die Qualität von 27 Ostklassikern untersucht und kommt zu dem Ergebnis: Die meisten Ostprodukte brauchen einen Vergleich mit denen aus dem Westen nicht zu scheuen. Einige sind sogar besser als die Konkurrenz.
14 Lebensmittel aus Ostdeutschland überstanden die Inhaltsanalysen in professionellen Labors tadellos und erhielten die Note „Sehr gut", darunter alle der sieben getesteten Produkte aus Sachsen. „Das Russisch Brot von Dr. Quendt aus Dresden zum Beispiel kommt ohne Aromazusätze aus und beinhaltet keine Schimmelpilzgifte", sagt Birgit Hinsch von „Ökotest". Nudossi aus Radebeul bestehe aus 36 Prozent Haselnüssen - fast das Dreifache davon, was sich im Westkonkurrenten Nutella findet. Die Erdnussflips aus Wurzen kommen ohne Geschmacksverstärker aus, loben die Tester. Die Riesaer Nudeln sind bissfest, und sowohl Kuko-Reis als auch Tempo-Linsen und Komet-Eierkuchenmehl enthalten keinerlei Schadstoffe. Spitzenwerte erreichten auch Filinchen aus Thüringen, Halberstädter Würstchen, Im-Nu-Kaffee aus Magdeburg oder der Weichkäse Rügener Badejunge.
Sieben weitere Produkte aus Ostdeutschland schnitten mit „gut" ab - darunter Rotkäppchen Sekt trocken, Hallorenkugeln, Spreewälder Gewürzgurken und Knusperflocken aus Zeitz. Nur der Lieblingskeks in der DDR, der „Hansa-Keks", fiel mit „ungenügend" durch. Die Tester monierten bei ihm vor allem überflüssige Aromen und einen zu hohen Gehalt des Krebsgiftes Acrylamid.
Trotz bester Qualität haben es bislang allerdings erst wenige Ostklassiker geschafft, Supermärkte im Westen zu erobern. Außerdem fällt auf, dass die meisten ehemaligen DDR-Marken heute in der Hand von Westfirmen sind. Für Volker Müller vom Institut für Marktforschung Leipzig ist das allerdings kein Wunder. „Der Erfolg einer Marke ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes, das für Modernisierung und Werbung ausgegeben werden muss", sagt er.
Die Tester richteten ihr Augenmerk vor allem auf die Qualität der Inhaltsstoffe sowie auf Schadstoffe wie Schimmelpilze, Acrylamid, Schwermetalle oder Keime.
Freitag, 30. Oktober 2009
(Sächsische Zeitung)
erstellt: 06. 11. 2009
