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Aktuelles
Thema Biogas nicht zu den Akten gelegt
Nemt (ch). Über ein Jahr ist es her, als die Nemter Biogasanlage für Schlagzeilen sorgte. Kurz vor der geplanten Inbetriebnahme brach das beeindruckende 15 Meter hohe Bauwerk auseinander. Die Havarie zerstörte das Modellprojekt, errichtet aus Glasfaserkunststoffen. „Bis heute wissen wir noch nicht, weshalb sie auseinander brach", sagte René Döbelt, Chef des Nemter Landgutes. Es existiere zwar ein Gutachten, welches die Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben habe. Einsicht in die Akten sei ihm jedoch noch nicht gewährt worden.
Zu den Akten gelegt sei das Thema innovative Biogasgewinnung in Nemt dennoch nicht. Es werde auf jeden Fall wieder etwas gebaut, sagte der Landwirt. Bis in die Sommermonate hinein sei das Projekt abgestimmt worden. Ohne bereits ins Detail gehen zu wollen erklärte er, dass wieder säulenartig gebaut werden soll. Baumaterial werde diesmal aber kein Kunststoff, sondern Beton sein. René Döbelt verwies darauf, dass die ursprünglich geplante Anlage nicht nur hinsichtlich des Baumaterials innovativ war. Auch die Funktionsweise sollte neue Akzente setzen. Alle vier Stufen der Fermentierung - Umwandlung von Biomasse in Gas - sollten ablaufen und die Anlage sowohl mit Trockenstoffen - Mais und Gras - als auch Nassstoffen - Gülle - bestückt werden. „Diese innovativen Ansätze sollen auch in der neuen Anlage Verwendung finden", betonte der Landwirt. Nach dem zeitlichen Rahmen des Neubaus befragt, antwortete er: „Durch die großen Veränderungen im Ersatzbau gilt es nach Bundesimmissionsschutzrecht wie ein Neuanfang. Das heißt, die Tippeltappeltour mit Anträgen und allem beginnt von vorn."
LVZ/Muldentaler Zeitung v. 15.10.2009, S. 19
erstellt: 15. 10. 2009
