Kühlen für ARD und ZDF

Kühlen für ARD und ZDF

Firma EMS aus Wurzen sorgt für angenehme Temperaturen bei Leichtathletik-WM in Berlin

Wurzen/Berlin. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften gerieten zum sportlichen Superlativ. Doch auch hinter den Kulissen wurden Meisterleistungen vollbracht. Maßgeblich beteiligt daran war eine Wurzener Firma. Die EMS Elektro und Klimatechnik sorgte in 220 Büro- und Technikcontainern von ARD und ZDF für angenehmes (Übertragungs-)Klima.
„Absolut unabdingbar in diesen Containern ist eine zuverlässige Konditionierung der Umgebungsbedingungen wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. In höchster Zuverlässigkeit gilt es, hohe Wärmelasten abzuführen und gleichzeitig die relative Luftfeuchtigkeit entsprechend zu regulieren. Denn nur so kann generell die hochwertige Elektronik funktionieren", erklärt EMS-Firmenchef Maik Stange den Job.
Wie kam die Wurzener Firma dazu, sich auf diese Weise auszeichnen zu können? ARD und ZDF suchten eine Firma, die Klimageräte nicht nur vermietet, sondern in einem Komplettvertrag auch installiert, in Betrieb nimmt und wartet. So fiel der Zuschlag auf EMS aus Wurzen. „Es ist das einzige Unternehmen in Deutschland, das Klimageräte auch in größeren Stückzahlen vermietet und die entsprechenden Serviceleistungen gewährleisten kann", weiß ein Experte aus der Klimatechnikbranche.
„Wir haben vor etwa zwei Jahren das Angebot der Vermietung von Klimageräten in unser Programm aufgenommen", erläutert Maik Stange. „Vorab hatten wir den Markt sondiert und einen entsprechenden Bedarf festgestellt. Denn eigentlich ist überall, wo Bürocontainer aufgestellt werden, der Bedarf nach Klimatisierung vorhanden - so in Schulen, auf Baustellen oder in Ladengeschäften." Parallel dazu hatte das Wurzener Unternehmen auch in die nötige Ausbildung ihrer Mitarbeiter investiert.
Die Flexibilität der kleinen Firma zahlte sich nun aus. Obwohl erst vier Wochen vor dem ersten Ausführungstermin dem Unternehmen der Auftrag erteilt wurde, gelang es Stange, rechtzeitig zu liefern. Nicht nur das. „Überdies mussten wir vor Ort die individuellen Kühllastberechnungen pro Container durchführen und dann mit den entsprechenden Leistungen der Klimageräte abdecken." Sofort als die Container vom Kran am Aufstellungsort abgeladen waren, legten die Wurzener los. Die Zeit saß ihnen im Nacken. Nicht zuletzt hatten die EMS-Männer auf die individuellen Wünsche der Fernsehtechniker zu reagieren und die Kühlleistung nach deren Vorgaben zu optimieren. Dabei kam es nicht auf die Optik, sondern auf die Leistung und Qualität der Technik an. So darf gerade in den Redaktionsbüros und Konferenzräumen der Geräuschpegel nicht sehr hoch sein.
Nach den Weltmeisterschaften kann Maik Stange durchatmen. „Herausforderung bestanden", freut er sich. Drei Wochen haben die Wurzener nun Zeit, die Technik unter anderem im Olympiastadion und vor dem Brandenburger Tor zu demontieren. Stange will auch hier rekordverdächtig agieren: „Wir schaffen das auch in zwei Wochen", sagt er und will spätestens am Sonntag mit seinem Team aus der Hauptstadt zurück sein.
Drago Bock



erstellt: 16. 09. 2009