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Wir wollen mithelfen, dass nichts wegfällt
Unternehmerstammtisch
Wurzen (hei). Neues Jahr, neue Fragen. Oberbürgermeister Jörg Röglin hatte die am weitesten reichende, als sich auf seine Einladung Vertreter der heimischen Industrie zum ersten Industrieunternehmerstammtisch 2009 trafen. „Wo steht Wurzen in 50 Jahren?", wollte der Rathauschef von seinen Gästen wissen. Dabei ging es ihm darum, gemeinsame Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft zu entwickeln. Ähnliche Treffen, zum Beispiel mit Handwerkern, sollen folgen.
Im Laufe der Diskussion wurde die Zahl 50 relativiert. Die überschaubaren und planbaren Zeiträume seien kürzer, kristallisierten sich als Meinung der Runde heraus. Einig waren sich alle darin, dass große Herausforderungen auf Kommune und Betriebe zukämen. Röglin nannte dazu auch Fakten und Zahlen: dringende Investitionen, zum Beispiel ins Gymnasium, aber weniger Gewerbesteuer und als Folge der Sächsischen Verwaltungsreform eine um 700 000 Euro höhere Kreisumlage. „Wir wollen mithelfen, dass nichts wegfällt, was dringlich ist", sprach Friedemann Geißler (Spezialleuchten Wurzen) die Meinung der Unternehmer aus. Viele machten aber deutlich, dass von kommunaler und politischer Seite dringend Vorleistungen erbracht werden müssten. Vor allem am Bildungswesen entzündete sich Kritik. Ulrich Heß (Standortinitiative) forderte Mut in den Verwaltungen, Wege für die Industrie zu ebnen und keine Barrikaden zu errichten. Röglin bekundete Verständnis für die Unternehmer und sagte seine Unterstützung für ihre Anliegen zu.
LVZ vom 26.1.2009, S. 17
erstellt: 23. 03. 2009
