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Los muss über Aktion entscheiden
© Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2008
22 von 32 Händlern bei "Fabelhaftem Advent" dabei
Wurzen. Wettbewerbsatmosphäre unter Wurzener Händlern und Gewerbetreibenden. Die Initiative von AG Innenstadt und Stadtmarketing-Koordinatorin Katrin Hussock hat gezündet. Für die Schaufenster-Aktion "Fabelhafter Advent" wurden 22 Geschäfte gesucht (LVZ berichtete). Beworben haben sich 32. So musste auf dem dritten Diskussionsabend der AG Innenstadt am Dienstag das Los entscheiden.
Moderator Wolfgang Gloger konnte wiederum um die 40 Anwesenden begrüßen, darunter etliche neue Gesichter. Wie sehr das Generalthema Innenstadtbelebung in die Breite wächst, machte er am Beispiel zweier Gymnasiastinnen deutlich, die nicht ohne leere Hände gekommen waren. Immerhin hatten sie bereits 30 Bürgerfragebogen zu Handel und Wandel in Wurzens Innenstadt an ihrer Schule gesammelt und bearbeitet.
Zum Hauptthema des Abends übernahm Stadtmarketing-Koordinatorin Katrin Hussock den Staffelstab. "Ein toller Erfolg", leitete sie ihre Ausführungen über die Aktion "Fabelhafter Adventskalender" ein. Dass aus dem ursprünglichen Schaufensterwettbewerb nun auf Wunsch einzelner Händler eine Schaufensteraktion werden solle, ließ sie sich gleich bei einer Abstimmung bestätigen. Die Mehrheit der anwesenden Geschäftsinhaber plädierte denn auch für die Aktion. "Ich akzeptiere diese Entscheidung natürlich, hätte aber lieber meinen Vorschlag vorn gesehen", erklärte Katrin Hussock. "Ich denke, ein Wettbewerb hätte mehr Kundschaft angezogen, mehr Aufmerksamkeit erregt und so letztlich den Händlern mehr gebracht."
Anschließend einigten sich die Anwesenden, wohin die hinter den "Adventstüren" liegenden Geschenke gespendet werden sollten. Nach kurzer Debatte war klar: In diesem Jahr gehen sie an Kindereinrichtungen der Stadt. Welche es sein werden, soll anhand einer alle diese Häuser erfassenden Liste ausgelost werden. Doch gelost wurde schon vorher.
Dazu traten Hussock und Gloger als Glücksbringer im Duo auf. Während der Moderator die Zettel mit den in Frage kommenden Monatsdaten (1 bis 22 Öffnungstage im Dezember) aus einem Lostopf fischte, griff die Stadtmarketing-Koordinatorin jene mit den Bewerber-Namen aus einem anderen heraus. Katrin Hussock verkündete noch, dass die Geschäfte, deren Mitmach-Bereitschaft diesmal keine Berücksichtigung fand, für eine gleiche oder ähnliche Aktion im nächsten Jahr gesetzt wären. Wie sehr manchem an einer Mitwirkung bereits 2008 gelegen ist, zeigten Anfragen, ob sich nicht auch zwei Ladeninhaber in eine Nummer = Aktionstag teilen könnten.
Während diese Art der Kollektivität nicht vorgesehen ist, stellte Matthias Helfer eine Initiative vor, an der alle Geschäfte der Jacobsgasse beteiligt sein werden und die als Vorbild für andere Straßen und Gassen der Innenstadt dienen könne. "Wir stellen weihnachtliches Licht vor unsere Läden. Ob Fackeln, Lampions oder Laternen, müssen wir noch entscheiden. Am ersten Tag des Weihnachtsmarktes soll noch eine musikalische Überraschung dazu kommen. Vielleicht haben andere Straßen andere Ideen, so dass jede ein anderes Weihnachtsgesicht hat."
Wulf Skaun
erstellt: 16. 10. 2008
